Freitag, 21. Juni 2024
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    Affenpocken in Berlin: Zahl der Mpox-Infektionen steigt wieder

    Nachdem wochenlang in Berlin keine neuen Ansteckungen mit Mpox - den früheren Affenpocken - gemeldet wurden, steigen die Zahlen seit Oktober wieder. Die Gründe dafür sind unklar.

    Gut ein halbes Jahr war die Lage in Berlin ruhig, wenn es um Mpox (Affenpocken) geht. Doch seit der 37. Kalenderwoche Mitte September steigen die in Berlin registrierten Fälle verhältnismäßig stark an.

    Deutlicher Anstieg der Fälle in den letzten neun Wochen

    Wie aus der Infektionsepidemiologischen Wochenübersicht des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) hervorgeht, wurden im gesamten Jahr bis jetzt 55 Infektionen gemeldet – davon 41 in den letzten neun Wochen. Zuvor gab es auch in Berlin nur einzelne Ansteckungen mit Mpox, etwa im August bei einer Sexparty oder drei weitere Fälle rund um den CSD Berlin.

    Die Gründe für das Ansteigen der gemeldeten Infektionen sind unklar. So gibt es keine Hinweise, dass die Impfung – der einzige mögliche Schutz vor Mpox – nun weniger wirksam ist oder der Virus mutiert ist. Auch ein Zusammenhang mit Veranstaltungen – etwa Folsom Europe, das Anfang September in Berlin stattgefunden hat – konnte bis jetzt nicht bestätigt werden.

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    In ganz Österreich gab es dieses Jahr erst vier Fälle

    Andere deutsche Bundesländer melden ebenfalls nur vereinzelte Mpox-Fälle – allerdings berichtet die WHO von einem Anstieg der Mpox-Fälle in Portugal, Spanien, dem Vereinigten Königreich, Deutschland und Irland. ab September. In Österreich ist die Situation stabil: Am 3. November wurde der erst vierte Fall im gesamten Jahr 2023 gemeldet.

    Zu den Symptomen von Mpox zählen plötzlich einsetzendes Fieber, starke Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Halsschmerzen, Husten und häufig auch Lymphknotenschwellungen. Etwas später kommt ein pockentypischer Ausschlag dazu. Normalerweise beginnt er im Gesicht, bei den im letzten Jahr aufgetretenen Formen beginnt er auch oft vereinzelt im Genitalbereich.

    Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt zum Schutz vor Affenpocken zwei Dosen eines der drei zugelassenen Impfstoffe in einem Abstand von mindestens 28 Tagen. Dabei sorgt die erste Impfdosis bereits für einen guten Schutz, dessen Dauer mit der zweiten Dosis verlängert wird. Für alle, die in der Vergangenheit gegen Pocken geimpft wurden, reicht eine Dosis.