Freitag, 21. Juni 2024
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    Affenpocken/Mpox: Neue Fälle in den USA

    Es ist eine Meldung, die für Besorgnis innerhalb der queeren Community in den Vereinigten Staaten sorgt: So haben sich in den letzten Wochen 62 Menschen in New York City mit Mpox, früher als Affenpocken bekannt, angesteckt, drei in North Carolina und eine unbestimmte Anzahl im US-Bundesstaat Colorado.

    Die Gesundheitsbehörden empfehlen den Risikogruppen eine Impfung

    Die lokalen Gesundheitsbehörden haben die Fälle mittlerweile bestätigt und empfehlen besorgten Menschen, sich gegen Mpox zu impfen, sofern sie das noch nicht getan haben. Einen Vergleich zur Mpox-Welle im Jahr 2022, als sich vor allem schwule und bisexuelle Männer in aller Welt mit dem Virus angesteckt haben, wollen die Behörden nicht ziehen.

    Zwischen Mai und Oktober 2022 meldeten die US-Gesundheitsbehörden jeden Tag mehrere hunderte neue Fälle. Der überwältigende Teil dieser Ansteckungen betraf Männer, die Sex mit Männern haben. Die Behörden warnten, dass sich der Virus bei Analverkehr, Rimming, Küssen oder sogar reinem Hautkontakt wie Umarmungen ausbreiten könnte.

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    Eine neue Epidemie scheint unwahrscheinlich

    Die Botschaft wirkte: Es folgte eine Impfkampagne, auch bei US-Prides, und im Oktober sank die Zahl der Neuinfektionen um 85 Prozent. Im Laufe des Jahres 2023 fiel die Zahl der täglich gemeldeten Mpox-Infektionen in den USA auf einige wenige pro Tag.

    Die zuständige US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt mittlerweile Angehörigen von Risikogruppen, sich alle zwei bis zehn Jahre gegen Mpox impfen zu lassen. Doch das ist nicht erforscht: In Europa geht man davon aus, dass beispielsweise die klassische Pockenimpfung einen Grundschutz bietet.

    Wahrscheinlich hängt der Abstand der Boosterimpfungen sehr von der individuellen Immunantwort ab. Doch bei einem sind sich sämtliche Expert:innen sicher: Trotz einzelner neuer Fälle von Mpox ist die Chance, dass es erneut zu einer Epidemie kommt wie 2022, äußerst gering.